Abhängigkeit ...
oder auch Sucht ... der Begriff ist offiziell so "eingetütet"
Der Begriff Abhängigkeit (umgangssprachlich: Sucht) im steht in der Medizin und klinischen Psychologie für das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird. Diesem Verlangen werden nach Verständnis der Weltgesundheitsorganisation die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und kann die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums beeinträchtigen oder zerstören, was sehr häufig der Fall ist.
Ganz so schlimm ist es in meinem Fall nicht aber die Definition trifft schon weitestgehend zu, N. ein bekannter von mir formulierte das einst mit den Worten: "wenn du es einmal getan hast und hast damit nur drei Leute erreicht, dann kannst du nie wieder aufhören ..."
Das Thema sind Gigs, Live auftritte, Gastspiele, Konzerte oder andere Performances, ich habe gekotzt vor Angst, tonnenweise Kaffee in mich hineingeschüttet, bin manchmal kurz vorher ausgerastet, habe Leute angeschrien, hab mich in Ecken gekauert, sonst was getan... zumindest die ersten paar mal ... da hilft kein Bier, keine Tabletten einfach gar nichts ... und es ist jedesmal anders, die Bandbreite reicht von genial bis niederschmetternd es kann alles sein, aber eins ist es immer ... Adrenalin bis zum Abwinken!
Nein ich bin kein Adrenalin Junkie aber irgendwie, ist das trotzdem etwas, was man nicht lassen kann ... es ist egal ob du auf irgendeiner begehbaren Toilette am Arsch der Welt spielst oder in dem angesagtesten Club der Stadt xy zusammen mit der Band xy ... es ist egal ob du vor 3 oder 3000 Leuten spielst.
Ich hab oft und lange darüber nachgedacht, was es wohl ist, dass Musiker oder Poeten, Schauspieler (ich rede hier vom Theater nicht von dümmlichen Fernsehserien oder Filmen, bei denen du jede Szene nachdrehen kannst, das wäre für mich das Äquivalent zum Platten aufnehmen), Comedians etc. auf die Bühne treibt, und ich denke es ist jedesmal wieder der Kampf mit sich selbst, kombiniert mit einer guten Portion Exhibitionismus.
Warum ich das denke? Die meisten "schlechten" Performances scheitern nicht daran, dass die Leute schlechtes "Material" mitbringen, oder an Pannen oder an irgendwelchen äusseren Umständen. Na gut es gibt auch Bands die sich auf eine Bühne stellen obwohl sie furchtbar grottig spielen und ihre Songs shice und unausgereift sind, aber dann haben sie auch wieder nur selbst versagt, in der Einschätzung ihrer eigenen Leistung, oder?
Aber die meisten Performances scheitern an der Tatsache, dass die Leute, wie Poldi es neulich formulierte "an sich selbst scheitern", einen Helge Schneider z.B. haut das nicht um, wenn er ausgebuht wird, weil Leute seinen Humor nicht teilen, ein Farin Urlaub lacht darüber und macht noch Witze, wenn bei einer Show was nicht so läuft wie geplant und bringt sein Publikum damit zum lachen.
Das bringt einen zu der Frage, was macht einen guten Performer aus?
1. Ein guter Performer, lebt und liebt diesen shice, ja er liebt es sogar vor der show vor Nervosität zu kotzen, wenn nötig!
2. Ein guter Performer muss eine "coole Sau" sein, spätestens ab dem Moment, wenn er oben steht muss es vorbei sein!
3. Ein guter Performer kann alles handeln, selbst den Feueralarm, abstürzende Balkone, Zwischenrufe oder Slayerfans!
4. Ein guter Performer ist nie 100% zufrieden, aber da er ein guter Performer ist, merkst du es nicht!
5. Ein guter Performer braucht keine Drogen etc. um gut zu sein!
6. Top performer haben all das und können es punktgenau abrufen, einfach so *bam*
wie ich auf den shice komme? Tja, ich hab mir gestern ein paar wirklich gute Live Videos reingezogen ... und hierbei und auch bei vielen anderen Sachen ist der größte Gegner, den man haben kann, immer noch man selbst ;)
Amen *lacht*!

mit Sicherheit ein top performer, Matt Bellamy
Der Begriff Abhängigkeit (umgangssprachlich: Sucht) im steht in der Medizin und klinischen Psychologie für das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird. Diesem Verlangen werden nach Verständnis der Weltgesundheitsorganisation die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und kann die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums beeinträchtigen oder zerstören, was sehr häufig der Fall ist.
Ganz so schlimm ist es in meinem Fall nicht aber die Definition trifft schon weitestgehend zu, N. ein bekannter von mir formulierte das einst mit den Worten: "wenn du es einmal getan hast und hast damit nur drei Leute erreicht, dann kannst du nie wieder aufhören ..."
Das Thema sind Gigs, Live auftritte, Gastspiele, Konzerte oder andere Performances, ich habe gekotzt vor Angst, tonnenweise Kaffee in mich hineingeschüttet, bin manchmal kurz vorher ausgerastet, habe Leute angeschrien, hab mich in Ecken gekauert, sonst was getan... zumindest die ersten paar mal ... da hilft kein Bier, keine Tabletten einfach gar nichts ... und es ist jedesmal anders, die Bandbreite reicht von genial bis niederschmetternd es kann alles sein, aber eins ist es immer ... Adrenalin bis zum Abwinken!
Nein ich bin kein Adrenalin Junkie aber irgendwie, ist das trotzdem etwas, was man nicht lassen kann ... es ist egal ob du auf irgendeiner begehbaren Toilette am Arsch der Welt spielst oder in dem angesagtesten Club der Stadt xy zusammen mit der Band xy ... es ist egal ob du vor 3 oder 3000 Leuten spielst.
Ich hab oft und lange darüber nachgedacht, was es wohl ist, dass Musiker oder Poeten, Schauspieler (ich rede hier vom Theater nicht von dümmlichen Fernsehserien oder Filmen, bei denen du jede Szene nachdrehen kannst, das wäre für mich das Äquivalent zum Platten aufnehmen), Comedians etc. auf die Bühne treibt, und ich denke es ist jedesmal wieder der Kampf mit sich selbst, kombiniert mit einer guten Portion Exhibitionismus.
Warum ich das denke? Die meisten "schlechten" Performances scheitern nicht daran, dass die Leute schlechtes "Material" mitbringen, oder an Pannen oder an irgendwelchen äusseren Umständen. Na gut es gibt auch Bands die sich auf eine Bühne stellen obwohl sie furchtbar grottig spielen und ihre Songs shice und unausgereift sind, aber dann haben sie auch wieder nur selbst versagt, in der Einschätzung ihrer eigenen Leistung, oder?
Aber die meisten Performances scheitern an der Tatsache, dass die Leute, wie Poldi es neulich formulierte "an sich selbst scheitern", einen Helge Schneider z.B. haut das nicht um, wenn er ausgebuht wird, weil Leute seinen Humor nicht teilen, ein Farin Urlaub lacht darüber und macht noch Witze, wenn bei einer Show was nicht so läuft wie geplant und bringt sein Publikum damit zum lachen.
Das bringt einen zu der Frage, was macht einen guten Performer aus?
1. Ein guter Performer, lebt und liebt diesen shice, ja er liebt es sogar vor der show vor Nervosität zu kotzen, wenn nötig!
2. Ein guter Performer muss eine "coole Sau" sein, spätestens ab dem Moment, wenn er oben steht muss es vorbei sein!
3. Ein guter Performer kann alles handeln, selbst den Feueralarm, abstürzende Balkone, Zwischenrufe oder Slayerfans!
4. Ein guter Performer ist nie 100% zufrieden, aber da er ein guter Performer ist, merkst du es nicht!
5. Ein guter Performer braucht keine Drogen etc. um gut zu sein!
6. Top performer haben all das und können es punktgenau abrufen, einfach so *bam*
wie ich auf den shice komme? Tja, ich hab mir gestern ein paar wirklich gute Live Videos reingezogen ... und hierbei und auch bei vielen anderen Sachen ist der größte Gegner, den man haben kann, immer noch man selbst ;)
Amen *lacht*!

mit Sicherheit ein top performer, Matt Bellamy
Zingtoh - 13. Dez, 14:38



